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Turbulenzen im Steuersystem und in der steuerlichen BetriebsprüfungVon Dr. CLAUDIA TEUCHERT-PANKATZ, Steuerliches Lektorat des ESV "Die turbulenten politischen Zeiten sind gerade erst angebrochen" schreibt Jürgen Pinne, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes, in seiner Einladung zu diesem Kongreß. Und da der Deutsche Steuerberatertag 1999 in der besonders traditionsreichen Stadt Dresden veranstaltet wird, möchten wir kurz auf Turbulenzen in früheren Zeiten zurückblicken, die zum Beispiel die Entstehung der Einkommensteuer über lange Zeit begleiteten: Nach dem Scheitern der ersten britischen Income Tax, die nur von 1799 bis 1802 Bestand hatte, unternahm Addington im Jahr 1803 einen neuen Versuch, ein Ertragsteuersystem zu realisieren. 1816 wurde die Steuer jedoch aufgrund massiver Opposition wieder gestrichen. Das Parlament beschloß damals, die Einkommensteuerakten vernichten zu lassen, um das "Gespenst dieser Steuer zu bannen". Dieser symbolische Akt half indes wenig - 1842 wurde das Projekt Einkommensteuer von Robert Peel wieder aufnenommen. Auch in Deutschland bedurfte es mehrerer Versuche, die Einkommensteuer durchzusetzen. Für lange Zeit war zudem die Verwaltungspraxis äußerst mangelhaft. Die Mißstände lassen sich zum Beispiel aus der folgenden Kommentarstelle zu § 17 des Preußischen Einkommensteuergesetzes von 1891 erahnen:
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? ? ? Wie hat sich vor diesem Hintergrund die steuerliche Betriebsprülung entwickelt? Welchen Stellenwert hatte sie damals und hat sie heute? Was unterscheidet das deutsche System von dem anderer Länder (ist Großbritannien wirklich ein Paradebeispiel für eine Steuertechnik, die ohne Betriebsprüfung auskommt)? Welche Auswirkungen hat die Betriebsprüfung auf das Steuersystem, den internationalen Kapitalverkehr und die Wettbewerbsfähigkeit?
angesichts der zur Zeit vielfach geübten Kritik am deutschen Betriebsprüfungssystem vor dem Hintergrund fortschreitender Globalisierung eine wahre "Fundgrube" für schwer zugängliche Informationen. Ein äußerst sorgfältig recherchiertes - und mit einer Prise Humor versehenes - Buch. Die steuerliche Betriebsprüfung und die Unbestimmtheit des ökonomischen Erfolges Eine wirtschaftssoziologische Studie mit einer Analyse der Groß- und Konzernbetriebsprüfüng Von Dipl.-Volkswirt Dr. REINHARD STRANGMEIER, Ottendorf b. Kiel 2000, ca. 407 Seiten, 15,8 x 23,5 cm, kartoniert, DM 86,- / EUR 43,97 / ÖS 628,- / sfr. 78,-. ISBN 3 503 05718 8
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Das Internet erobert den Alltag - wo bleiben die Steuerberater?Von Diplom-Volkswirt Dr. REINHARD STRANGMEIER, Ottendorf b. Kiel Nahezu jeder fünfte Erwachsene ist - beruflich und/oder privat - im Internet unterwegs. Die anfängliche Euphorie, aber auch die aufgeregte Weltuntergangsstimmung, haben einem pragmatischen Umgang mit den Möglichkeiten des neuen Mediums Platz gemacht. Der Blick in den elektronischen Briefkasten wird ebenso selbstverständlich in den Tagesablauf eingebaut wie der in den Briefkasten der gelben Post. Bei dieser Gelegenheit ruft man gleich nützliche Informationen (z. B. Nachrichten, Adressen, Aktuelles aus der Region, Reise-Infos) ab und sichtet die abonnierten Newsletter. Die jüngste, im August erschienene Online-Studie von ARD und ZDF belegt es: Das Internet erobert den Alltag. Was tun die Steuerberater? Die Großen der Branche haben längst die Chance genutzt und sind mit reichhaltigen Informationen im Netz. Auch einige kleine und mittlere Steuerkanzleien haben den Weg ins Netz gefunden, manchmal mit innovativen Angeboten. Sie stillen in steuerpolitisch unruhiger Zeit den Informationshunger der Öffentlichkeit und ergreifen die kostbare Gelegenheit, der Mund-zu-Mund-Propaganda - die bei der Wahl eines Steuerberaters häufig zum Tragen kommt - selbstbestimmte Informationen über die Kanzlei und die eigene berufliche Tätigkeit entgegenzusetzen. Viele aber zögern noch. Das Medium ist vergleichsweise neu, seine Möglichkeiten wenig bekannt und wer sich mit ihnen vertraut machen will, trifft oft auf Internet-Literatur, die schwer verständlich und technik-orientiert ist und den Steuerberater mit vielen Fragen, die ihn bedrängen, allein läßt. Außerdem ist die Vorstellung, Freiberufler dürften eigentlich nicht werben, noch tief verwurzelt. Dabei ist die Gesetzeslage klar:
Was unter "in Form und Inhalt sachlich" zu verstehen ist, ist freilich etwas komplizierter. Eine praxisgerechte Darstellung würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Eine auf die Informationsbedürfnisse von Steuerberatern, Wirtschaftsprufern und Rechtsanwälten ausgerichtete Analyse der Möglichkeiten im Internet unter berufsrechtlichen, wirtschaftlichen, gestalterischen und - soweit erforderlich - technischen Gesichtspunkten wird in Kürze im ESV erscheinen.
Der Verfasser dieses Beitrags und Autor des Buches ist in seiner Berufspraxis auf die Beratung von Freiberuflern bei der Nutzung der Möglichkeiten des Internet spezialisiert. Internetpräsenz für
Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Von Diplom-Volkswirt Dr. REINHARD STRANGMEIER, Ottendorf b. Kiel 2000, ca. 168 Seiten, 14,4 x 21 cm, kartoniert, ISBN 3 503 05721 8, DM 49,80
Die genannten Titel können über den örtlichen Buchhandel oder über den Verlag bezogen werden.
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